Eine Stalldecke muss in erster Linie zum Pferd und zur Temperatur im Stall passen – nicht nur zur Jahreszeit. Bei Unamari finden Sie Stalldecken unserer Eigenmarken Catago und Horse Guard, von leichten Fleecedecken bis hin zu Modellen mit 100, 200 und 300 g Füllung. Wir entwickeln die Marken selbst und wissen daher, dass die wärmste Decke bei weitem nicht immer die richtige ist. Das Fell des Pferdes, sein Aktivitätsniveau, die Stallbedingungen und individuelle Bedürfnisse sollten bei der Auswahl berücksichtigt werden.
Wann braucht das Pferd eine Stalldecke?
Eine Stalldecke ist für den Einsatz im Stall konzipiert und dient in erster Linie dazu, dem Pferd bei Bedarf zusätzliche Wärme zu spenden. Dies ist besonders in den kühleren Monaten und bei geschorenen Pferden relevant, doch der Bedarf variiert stark von Pferd zu Pferd.
Ein ungeschorenes Pferd mit dichtem Winterfell hat beispielsweise möglicherweise nur einen geringen Bedarf an zusätzlicher Wärme, während ein geschorenes Pferd im selben Stall möglicherweise eine gefütterte Decke benötigt. Die Temperatur im Stall, Zugluft, das Alter des Pferdes, sein Körperbau und sein Aktivitätsniveau spielen ebenfalls eine Rolle.
Daher empfehlen wir, die Stalldecke nicht allein anhand des Kalenders auszuwählen. Fühlen Sie regelmäßig, wie sich das Pferd anfühlt, und passen Sie die Decke an, wenn sich die Bedingungen ändern. Ist dem Pferd unter der Decke zu warm oder zu feucht, ist mehr Füllmaterial kein Vorteil.
Stalldecke oder Fleecedecke?
Der Unterschied liegt vor allem darin, welche Funktion die Decke erfüllen soll. Eine traditionelle, gefütterte Stalldecke ist die naheliegende Wahl, wenn das Pferd im Stall mehr Isolierung benötigt. Eine Fleecedecke ist leichter und kann vielseitiger eingesetzt werden, beispielsweise beim Transport, bei Turnieren, nach dem Baden oder als leichte Decke.
Horse Guard Layne ist ein gutes Beispiel. Es besteht aus 250-g/m²-Fleece mit Teddy-Futter und kann sowohl im Stall als auch beim Transport, bei Turnieren und nach dem Baden verwendet werden. Benötigt das Pferd hingegen mehr Wärmeisolierung während einer kalten Nacht im Stall, ist eine gefütterte Stalldecke in der Regel die naheliegendere Wahl.
Welche Stalldecke sollst du wählen?
Wenn du Stalldecken vergleichst, findest du sie in verschiedenen Stärken wie 100 g, 200 g und 300 g. Die Stärke gibt Auskunft über die Füllmenge und damit über die Isolierwirkung der Decke – je mehr Füllung, desto besser hält die Decke das Pferd warm. Einige Modelle sind in mehreren Stärken erhältlich. Horse Guard Sophie gibt es beispielsweise sowohl mit 100, 200 als auch 300 g Füllung, sodass du den Isolationsgrad je nach den Bedürfnissen deines Pferdes wählen kannst, ohne auf einen ganz anderen Typ von Stalldecken umsteigen zu müssen.
Allerdings sind Grammangaben nur eine Richtlinie, kein absoluter Maßstab. Wir empfehlen nicht automatisch 300 g, nur weil der Kalender die Wintermonate anzeigt. Zwei Pferde können Seite an Seite im selben Stall stehen und dennoch ganz unterschiedliche Bedürfnisse haben. Deshalb gibt es keine universelle Stalldecke, die für alle Pferde am besten geeignet ist. Viele Pferde haben viele unterschiedliche Bedürfnisse, und deshalb findest du hier auf dieser Seite viele verschiedene Arten von Stalldecken.
Die 100-g-Stalldecke – wenn das Pferd leichte Isolierung benötigt
Eine 100-g-Stalldecke ist eine gute Wahl, wenn das Pferd zusätzliche Isolierung benötigt, eine dickere Decke jedoch zu warm wäre. Dies kann beispielsweise in Übergangszeiten, in einem relativ warmen Stall oder bei einem Pferd relevant sein, das keinen großen Wärmebedarf hat.
Sowohl CATAGO Denver als auch Horse Guard Sophie sind mit einer 100-g-Füllung ausgestattet, sodass der Wärmebedarf allein nicht ausschlaggebend für die Wahl zwischen den beiden Modellen ist. Denver zeichnet sich insbesondere durch seinen großen, gepolsterten Fleecekragen aus, während Sophie die schlichtere 100-Gramm-Variante ist (auch in 200 g und 300 g erhältlich). Wenn du Wert auf zusätzliche Polsterung im Halsbereich legst, würden wir daher Denver empfehlen; wenn du in erster Linie eine klassische, leichte Stalldecke suchst, ist Sophie die naheliegendere Wahl.
Wichtig ist, dass man 100 g nicht als eine Decke für eine bestimmte Temperatur betrachtet. Betrachten Sie es stattdessen als das leichteste Modell unter den gefütterten Stalldecken und entscheiden Sie anhand dessen, ob es zu Ihrem Pferd passt.
Die 200-g-Stalldecke – wenn mehr Wärme benötigt wird
Wenn 100 g zu wenig sind, eine schwerere Winterdecke aber mehr ist, als das Pferd benötigt, können 200 g ein naheliegender Mittelweg sein.
Die Catago Hybrid-Stalldecke verfügt über eine 200-g-Füllung und unterscheidet sich gleichzeitig durch ihre technische Konstruktion von den eher klassischen Modellen. Das Futter verfügt über einen Graphen-Print, der entwickelt wurde, um die Wärme über die Oberfläche des Stoffes zu verteilen, während das Material antistatisch ist.
Das macht die 200-g-Variante interessant für Pferde mit mäßigem bis höherem Isolierungsbedarf, ohne dass man automatisch in die wärmste Kategorie aufsteigen muss.
Stalldecke in 300 g – für höheren Wärmebedarf
Eine 300-g-Stalldecke bietet mehr Isolierung und kann in den kälteren Wintermonaten, in kalten Ställen oder beispielsweise für geschorene Pferde mit erhöhtem Wärmebedarf sinnvoll sein.
Die Catago-Stalldecke mit 300 g Füllung verfügt unter anderem über ein 420D-Außenmaterial, ein glattes Futter, einen Auslaufschlitz und einen breiten Fleecekragen. Die glatte Innenseite ist zudem wichtig bei einer Decke, die das Pferd viele Stunden lang tragen muss, da man so wenig unnötige Reibung am Fell wie möglich vermeiden möchte.
Wir raten jedoch davon ab, „auf Nummer sicher“ die 300-g-Variante zu wählen. Wenn die Wahl zwischen zwei Stärken steht, empfehlen wir generell, lieber mit einer etwas leichteren Variante zu beginnen und das Pferd im Auge zu behalten, anstatt eine zu warme Decke aufzulegen. Ein Pferd, dem es unter der Decke zu warm und feucht wird, profitiert nicht von der zusätzlichen Isolierung.
Geschorenes oder ungeschorenes Pferd – wie wichtig ist das Fell?
Das Fell ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Auswahl einer Stalldecke. Das Winterfell des Pferdes dient als natürliche Isolierung, und wenn das Pferd geschoren wird, entfernt man einen Teil dieses Schutzes.
Daher benötigt ein geschorenes Pferd oft mehr Unterstützung beim Warmhalten als ein vergleichbares ungeschorenes Pferd. Das ist auch einer der Gründe, warum Decken im Winter für viele Pferde besonders wichtig sind, da regelmäßiges Training ein dichtes Winterfell unpraktisch machen kann.
Aber ein geschorenes Pferd bedeutet nicht automatisch 300 g. Es gibt große Unterschiede bei Schurarten, Ställen und Pferden. Ein teilweise geschorenes Pferd in einem warmen Stall kann andere Bedürfnisse haben als ein vollständig geschorenes Pferd in einem kühleren Stall.
Betrachten Sie daher das Fell als einen von mehreren Faktoren. Fühlen Sie das Pferd unter der Decke am ganzen Körper ab und achten Sie darauf, ob es sich angenehm temperiert anfühlt oder sehr warm und feucht wird. Auf diese Weise können Sie die Dicke an das jeweilige Pferd anpassen, anstatt sich an einer Standardtabelle zu orientieren. Eine gute Stalldecke soll das Pferd warm halten, darf aber nicht zu einer Überhitzung beitragen.
Die Passform ist mindestens genauso wichtig wie die Dicke
Bei der Auswahl einer neuen Stalldecke gibt es viele Faktoren zu berücksichtigen. Einer der wichtigsten ist die Passform. Du kannst die richtige Grammfüllung wählen und trotzdem die falsche Stalldecke erhalten, wenn die Passform nicht stimmt.
Die Decke muss dem Pferd Platz bieten, um die Schultern zu bewegen und ohne unnötigen Druck fressen, sich ausruhen und hinlegen zu können. Achten Sie besonders auf den Brustbereich, die Schultern und den Hals. Eine Decke, die nach hinten rutscht oder zu eng um die Schultern sitzt, kann Reibung verursachen und das Fell abreiben.
Gleichzeitig darf die Decke nicht so groß sein, dass sie verrutscht. Die Kreuzgurte und eventuelle Beinstreifen müssen verstellbar sein, damit die Decke stabil sitzt, ohne zu zwicken.
Details wie Bewegungsschlitze, glattes Futter und weiche Kragen sind daher nicht nur Designelemente. Sie können Einfluss darauf haben, wie sich die Decke verhält, wenn sich das Pferd bewegt und sie über viele Stunden hinweg trägt.
Kann eine Stalldecke im Freien verwendet werden?
Eine klassische Stalldecke ist grundsätzlich keine Außendecke und eignet sich daher nicht für den Einsatz im Freien. Stalldecken wurden für die geschützte Umgebung im Stall entwickelt, und die meisten Stalldecken sind nicht dafür ausgelegt, das Pferd bei anhaltendem Regen oder Schnee trocken zu halten.
Es ist besonders wichtig, zwischen wasserabweisend und wasserdicht zu unterscheiden. Dass ein Material etwas Feuchtigkeit abweisen kann, bedeutet nicht, dass die Decke eine eigentliche Weidedecke auf der Koppel ersetzen kann.
Wenn das Pferd bei nassem oder wechselhaftem Wetter nach draußen soll, sollten Sie daher aus unserem Sortiment an Outdoor-Decken wählen, die genau für diesen Zweck entwickelt wurden. Wenn das Pferd wieder in den Stall zurückkehrt, bietet eine saubere und trockene Stalldecke gleichzeitig die Möglichkeit, eine nasse oder schlammige Outdoor-Decke zum Trocknen aufzuhängen.
Wann ist eine Spezialdecke sinnvoll?
Nicht alle Decken lassen sich einfach in die Kategorien 100, 200 und 300 g einordnen. Einige Modelle wurden für Reiter entwickelt, die andere Eigenschaften als nur mehr oder weniger Isolierung wünschen.
Catago Dual Pro ist ein gutes Beispiel. Hier werden eine Außen- und eine Innendecke in einem flexiblen System kombiniert, wobei das mitgelieferte 100-g-Innerfutter auch separat als Stalldecke verwendet werden kann. Wenn Sie bereits gut funktionierende Außendecken besitzen und nur eine Decke für die Box benötigen, ist eine spezielle Stalldecke oft die einfachere Lösung. Wenn Sie hingegen ein System wünschen, das sich an verschiedene Situationen anpassen lässt, wird Dual Pro interessanter. Darüber hinaus sind Decken von Catago stets von höchster Qualität, sodass Sie sicher sein können, dass Ihr Pferd vor Kälte geschützt ist und gleichzeitig von einer guten Atmungsaktivität profitiert.
Die Catago FIR-Tech-Decke ist eine weitere spezielle Lösung. Hier liegt der Fokus auf dem FIR-Tech-Material und dessen Platzierung über den größeren Muskelgruppen des Pferdes, anstatt allein auf der traditionellen Wattierung. Das macht es sinnvoll, dieses Modell mit den gewöhnlichen Stalldecken zu vergleichen, wenn Sie speziell nach den Eigenschaften suchen, auf die die FIR-Tech-Serie ausgelegt ist.
Finden Sie Stalldecken für alle Pferde bei Unamari
Die richtige Stalldecke ist nicht unbedingt die dickste. Gehen Sie von Ihrem eigenen Pferd aus: Ist es geschoren? Wie dicht ist das Fell? Wie warm ist es im Stall? Und soll die Decke in erster Linie Wärme spenden, oder benötigen Sie eine leichtere Lösung, beispielsweise für den Transport und Turnieren?
Bei Unamari findest du sowohl Catago- als auch Horse Guard-Decke für Winter und Sommer, von Fleece- und leichten 100-g-Modellen bis hin zu wärmeren Stalldecken mit 200- und 300-g-Füllung. Wenn du die richtige Dicke mit einer guten Passform kombinierst und die Temperatur deines Pferdes regelmäßig im Auge behältst, bist du viel besser gerüstet, um eine Decke auszuwählen, die den individuellen Bedürfnissen deines Pferdes entspricht.